Physiotherapie für Kinder und Jugendliche
Die Abteilung Physiotherapie der Kinderklinik St. Marien besteht aus einem engagierten Team erfahrener und speziell ausgebildeter Kindertherapeutinnen und -therapeuten. Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich bieten wir ein umfassendes Spektrum physiotherapeutischer Leistungen an. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der liebevollen Begleitung und Behandlung von Frühgeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen. Dabei ist es uns wichtig, für jedes Kind eine ganzheitliche und individuell abgestimmte Therapie zu entwickeln – immer in enger Zusammenarbeit mit den Familien.
Wir analysieren Bewegungsabläufe sorgfältig und unterstützen gezielt dabei, diese zu verbessern. Zudem zeigen wir den Eltern alltagsbezogene Übungen und fördern geeignete Bewegungsmuster, die sie auch zu Hause gemeinsam mit ihrem Kind weiterführen können. Diese enge Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Behandlungserfolgs.Gerne unterstützen wir Sie bei der passenden Hilfsmittelversorgung (z.B. Orthesen, Rollstühle) oder stellen Kontakt zu anderen Fachbereichen, wie Sanitätshäusern her. Auch interdisziplinär tauschen wir uns gerne mit anderen Therapeuten und/oder Ärzten aus.
Die Kinderphysiotherapie ist eine Kassenleistung und wird von Ihrem Arzt verordnet.
Diagnostik & Therapie
Spektrum der Physiotherapie
Mitte der 40er Jahre begann das Ehepaar Berta (Physiotherapeutin) und Karel (Neurologe) Bobath mit der Entwicklung ihres neurophysiologischen Behandlungskonzeptes, welches bis heute stetig angepasst und erweitert wird. Es gilt der Therapie von Säuglingen bis Erwachsenen mit Entwicklungs- und Bewegungsstörungen durch angeborene oder erworbene ZNS-Schädigungen, bei denen motorische, sensorische, perzeptive u.a. Funktionen beeinträchtigt sind ( Zerepralparesen, Infarkte, Tumore, Entwicklungsverzögerungen, Syndromerkrankungen etc.) Aufgrund fundiertem Wissens der Normalentwicklung und ihrer Störung erarbeiten wir in der Therapie bestmögliche Aktivität und Partizipation der kleinen Patienten am Alltag und in ihrem sozialen Umfeld. Im Zentrum steht die Förderung der Eigenaktivität und die Prävention typischer sekundärer Komplikationen (Hyftdysplasie, Skoliosen etc.).
Ziel ist die Vermittlung funktionell brauchbarer Fähigkeiten und Fertigkeiten, größtmögliche Selbständigkeit im Alltag, gute Versorgung mit nötigen Hilfsmitteln und Förderung im motorischen, sprachlichen, geistigen und sozio-emotionalen Bereich. Großer Wert wird auf eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit gelegt. Ein fester Bestandteil des Bobath-Konzeptes ist das Handling. Hierbei geht es um den entwicklungsfördernden Umgang – die „Handhabung“ des Säuglings. Was vermittelt dem Baby Sicherheit beim Tragen; Hochnehmen/Ablegen; Umdrehen; An-u. Ausziehen; Spielen etc. ? Die Eltern lernen so, ihrem Kind „mit jedem Griff“ ein Begleiter seiner Entwicklung zu sein!
Das Vojta Prinzip wurde zwischen 1950 bis 1970 von Prof. Dr. Václav Vojta entwickelt. Als Neurologe hat er herausgefunden, dass es gewisse angeborene Bewegungsmuster gibt, die bereits beim Neugeborenen durch das Auslösen an festgesetzten Zonen am Körper ablaufen. Diese besondere sogenannte „Reflexlokomotion“ findet immer in derselben Art und Weise statt.
Vojta fand heraus, dass das Auslösen dieser Lokomotion besonders bei zerebralen Schädigungen einen positiven Einfluss auf den gesamten Körper hat. Umso früher die Therapie startet (im ersten Vierteljahr), umso besser kann das Gehirn über die Nervenleitbahnen programmiert werden und ein verbessertes, physiologischeres Haltungsmuster entwickeln. Hier sind Fehlhaltungen noch nicht festgesetzt und können positiv beeinflusst werden. Auch die Atmung, sowie das Trink-, Ess- und Sprechverhalten zeigen häufig eine deutliche positive Veränderung durch regelmäßige Therapie. Ebenso wird auch das vegetative Nervensystem aktiviert.
Aber nicht nur bei zerebralen Erkrankungen, sondern auch bei Haltungsschäden, Lageasymmetrien, uvm., kann die Vojta Therapie durch die segmentale Aufrichtung der Wirbelsäule in den festgelegten Ausgangslagen eine zielführende Therapiemethode sein.
Eine regelmäßige Anwendung zu Hause ist unbedingt erforderlich. Zusammen mit den Eltern werden die Übungen erarbeitet und müssen täglich drei bis vier Mal durchgeführt werden. Nur in diesem Fall kann sich die erarbeitete Aufrichtungs- und Haltungsverbesserung auch in die Spontanmotorik des Kindes einfügen.
Da die Kinder in der Vojta Therapie aktiv arbeiten müssen, ist diese Behandlungstechnik sehr anstrengend. Während die größeren Kinder uns dies mitteilen können, zeigen Säuglinge uns diese Anstrengung während der Auslösung über ein Schreien. Dieses Schreien hört nach der Anstrengung und nach einer kurzen Eingewöhnung rasch wieder auf und man kann schnell Erfolge nach der Durchführung der Reflexbewegung erkennen.
Atemtherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie bei Säuglingen und Kindern mit vorübergehenden oder chronischen Lungenerkrankungen.
Ziele:
- Intensivierung der Atmung
- Abtransport von Sekret
- Steigerung der körperlichen Belastbarkeit/Ausdauer
- Verbesserung der Haltung und Beweglichkeit
- Erlernen von Selbsthilfetechniken
Anwendungsgebiete:
- Asthma bronchiale
- Mukoviszidose (CF)
- PCD
- Broncho Pulmonale Dyplasien (BPD bei Frühgeburten)
- Lungenentzündungen
- weitere Lungenerkrankungen
Die Atemtherapie wird als Einzeltherapie durchgeführt (aktive und passive Techniken) mit altersentsprechender Anleitung des Kindes und Elternanleitung.
Passive Techniken:
- Lagerungen
- Kontaktatmung
- Intercostale Ausstreichungen
- atemerleichternde Stellungen
- Entspannungstechniken
Aktive Techniken:
- Atembeeinflussende Techniken
- Erlernen von Hustentechniken
- Mobilisationsübungen für den Brustkorb
- Autogene Drainage (wird besonders bei der Behandlung von Ziliendyskinesie (PCD) und bei Mukoviszidose Patienten angewendet)
Physiotherapie bei Mukoviszidose (CF) im Kindesalter verbessert nicht nur die Lebensqualität, es gelingt in vielen Fällen sogar die Lebenserwartung zu steigern.
Bei Mukoviszidose verstopft zäher Schleim die Bronchien. Keime finden somit dort einen idealen Nährboden und der Körper reagiert darauf mit Entzündungen. Ziel der Therapie ist die Schleimmobilisation aus den Bronchien durch altersgerechte passive und aktive Techniken. In der Behandlung von Säuglingen überwiegen die passiven Techniken, die im Kleinkindalter zunehmend durch aktive Techniken ergänzt und teilweise ersetzt werden.
Folgende Punkte sind bei allen Techniken von Bedeutung:
- Die Förderung des Sekretes und die Erleichterung des Abhustens
- Die Verbesserung der Atemtechnik und Atemtiefe
- Die Beeinflussung der Beweglichkeit der Wirbelsäule
Neben den Techniken für die Atmung, motivieren wir Ihr Kind zur Bewegungsfreude und fördern die Ausdauer Ihres Kindes. Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden Links: www.muko.info Das sagt Wikipedia zur autogenen Drainage de.wikipedia.org/wiki/Autogene_Drainage
Manuelle Therapie ist eine spezielle Form der Physiotherapie. Sie befasst sich vor allem mit dem gezielten Untersuchen und Behandeln von Schmerzen und Problemen im Gelenk-, Muskel-, und Nervensystem.
Es ist zunächst wichtig, der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Um alle möglichen Faktoren, die zur Entstehung des Problems beitragen, herausfinden zu können, erstellen wir einen Befund. Hierbei wird der Patient gründlich untersucht, sowohl der Problembereich als auch andere Körperregionen, die damit in Zusammenhang stehen können.
Die Behandlung wird gezielt auf die Untersuchung aufgebaut um die festgestellten Störungen zu beheben.
Diese Maßnahmen umfassen:
- Techniken zur Verbesserung der Gelenkfunktion und der Beweglichkeit des Nervensystems
- Übungen zur Verbesserung muskulärer Ungleichgewichte
- Schulung von alltags- und spotartspezifischen Bewegungsabläufen
- Aufklärung über Zusammenhänge der Entstehung des Problems, um einen langfristigen Behandlungserfolg zu gewährleisten
- Eigenübungen und Hilfe zur Selbsthilfe
Es werden akute und chronische Beschwerden mit Manueller Therapie behandelt.
Beispiele hierfür sind:
- Kopfschmerzen
- Rücken- und Bandscheibenprobleme
- Nacken- und Halswirbelsäulenprobleme
- Knieschmerzen, zum Beispiel nach Kreuzbandverletzungen oder Meniskusschäden
- Beschwerden im Bereich der Hand, zum Beispiel nach Frakturen, oder bei Karpaltunnelsyndrom
- Fußprobleme, zum Beispiel nach Bänderrissen
Das Castillo Morales Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen sensomotorischen und orofazialen Störungen. Die orofaziale Regulationstherapie wird bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern bzw. Gruppen von bestimmten Krankheitsmerkmalen empfohlen. Die Therapie wird unter anderem angewandt bei Säuglingen mit Saug- und Schluckstörungen, nach Operationen im Gesichtsbereich, bei Störungen der Lautbildung, bei mangelhaften Funktionen des Mundschlusses mit unzureichender Kontrolle des Speichelflusses oder auch als vorbeugende Behandlung bei Frühgeborenen.
- Das Behandlungskonzept hat sich erweitert und bezieht heute folgende Indikationsstellungen ein:
- Kinder mit genetischen Syndromen und Muskelhypotonie
- Kinder mit verlangsamter sensomotorischer Entwicklung
- Kinder und Erwachsene mit zentralmotorischen Störungen und / oder Mehrfachbehinderung
- Patienten mit peripheren Paresen
- Patienten nach Schädelhirntrauma und Koma Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
Die Therapie orientiert sich an der normalen sensomotorischen Entwicklung des Kindes. Propriozeptive Erfahrungen werden durch Behandlungstechniken wie Zug, Druck und Vibration verdeutlicht und die visuelle Orientierung im Raum haltungsstabilisierend genutzt. Die Kinder werden aufmerksamer, offener und motivierter, nehmen ihre Umwelt besser auf, werden fähiger zur Kommunikation und probieren mehr aus. Es wird intensiv an der Stützfunktion der Füße gearbeitet, die Kinder werden so früh wie möglich vertikalisiert, am bestem am Körper der Eltern.
Schon seit Jahren hat sich die Therapie bei uns etabliert. Die Reflexzonentherapie am Fuß ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen entwickelt hat. 1958 lernte Hanne Marquard die Methode kennen und begann, Patienten und Patientinnen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen in ihrer Praxis zu behandeln. Dabei erkannte sie das therapeutische Potential der Methode und entwickelte sie in den folgenden Jahren zu einer differenzierten und zeitgemäßen Behandlungsform. Indikationen für die FRZ:
- Schmerzen und funktionelle Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur
- Operationsvor- und Nachsorge
- Kopfschmerzen verschiedener Art, Veränderungen des Blutdrucks
- Akute und chronische Störungen im Verdauungstrakt wie Verstopfung, Blähungen
- Fehlfunktionen im Magen und Leber/Gallenbereich
- Akute und chronische Erkrankungen der Atemwege zum Beispiel Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung
- Stirn, Kieferhöhlenvereiterung
- Erhöhte Infektanfälligkeit und Allergien, besonders bei Kindern
- Beckenbodendysfunktionen; Bettnässende Kinder, Stuhl- und Harnverhalt
Es gibt jedoch kaum eine Krankheit, die sich dem ordnenden Einfluss dieser Therapie entzieht. Denn es wird nicht die Krankheit bekämpft, sondern die im Menschen vorhandene Lebens- und Regenerationskraft aktiviert.
Rheuma ist ein Überbegriff für verschiedenste schmerzhafte Erkrankungen. Meistens ist der Bewegungsapparat betroffen, teilweise aber auch die Augen, innere Organe und die Haut. Am häufigsten tritt bei Kindern und Jugendlichen die chronische Gelenkentzündung auf, die sogenannte juvenile idiopathische Arthritis (JIA). Die Entzündung des Gelenks führt zu einem sog. Schmerzkreis (Leitfaden Physiotherapie in der Pädiatrie, Urban & Fischer, Elsevier, 2018).
Diesen Kreislauf gilt es frühzeitig mittels einem individuellen Behandlungsplan zu unterbrechen. Orientierend an dem Garmischer Behandlungskonzept arbeiten auch bei uns die nachstehenden Fachbereiche eng vernetzt um Ihr Kind optimal betreuen zu können:
- Ärztlicher Dienst
- Pflegedienst
- Physikalische Therapie
- Psychologischer Dienst
- Sozialdienst
- Klinikschule
Die Physiotherapie inklusive physikalische Therapie ist eine wichtige Ergänzung um den Schmerzkreislauf zu stoppen und die Auswirkungen gering zu halten.
Am Anfang der Therapie steht der Gelenkbefund. Gemeinsam mit dem Kind und den Eltern legen wir dann das (nächste) Behandlungsziel fest. Dieses kann von Schmerzlinderung über Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit bis „back to sports“ reichen. Fernziel ist, dass wir es mit den unterschiedlichsten Behandlungstechniken und Therapieformen schaffen, dass die Kinder und Jugendliche möglichst uneingeschränkt ihre Welt erobern können. Um dieses zu erreichen, sind wir Physiotherapeuten auf die Mithilfe der Eltern/ Bezugspersonen angewiesen. Elternanleitung ist somit ein elementarer Bestandteil in unserer Physiotherapie.
Die manuelle Lymphdrainage ist eine besondere Form der Massage in der Physiotherapie. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie in geschwollenen Körperregionen, welche angeboren sein können, aber auch als Folge von Operationen oder traumatischen Verletzungen entstehen. Angewandt wird die manuelle Lymphdrainage unter anderem bei:
- Ödemen / Schwellungen nach Operationen
- Ödemen / Schwellungen nach Verletzungen (wie zum Beispiel Zerrungen oder Verstauchungen)
- Angeborenen Ödemen / Schwellungen
- Akuten und chronischen Ödemen / Schwellungen
Maßnahmen der manuellen Lymphdrainage:
- Spezielle Griffe / Massagetechnik zur Anregung des Lymphsystems und Abtransport der Lymphflüssigkeit
- Kompression mittels Bandagierung betroffener Extremitäten zur Ödem-Reduzierung
Kinder sind anders als Erwachsene - das gilt auch, wenn es um die Behandlung von Fußdeformitäten geht, denn Säuglinge haben völlig andere physiologische Bewegungsmuster. Die Physiotherapeutin Barbara Zukunft-Huber hat sich eingehend mit der funktionellen Entwicklung des Säuglingsfußes beschäftigt und eine kindgerechte Therapie erarbeitet, die sie bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich einsetzt. Das Zauberwort heißt: Dreidimensionale manuelle Fußtherapie.
Dieses Therapeutische Vorgehen ist eine Kombination aus speziellen Mobilisationsgriffen und Dehnungen, genau auf Füße der Kinder abgestimmt welches durch Fixieren mit Fußbandagen abgerundet werden kann. Der gewickelte Fuß schränkt die physiologische Bewegungsentwicklung des Säuglings nicht ein – anders als die traditionelle Behandlung mittels Schienen und Gipsverbänden.
Die Eltern werden in den Handgriffen angeleitet und sollen diese täglich zu Hause durchführen. Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie kann allein oder in Kombination mit anderen neurophysiologischen Therapiemethoden angewandt werden.
Die Craniosacrale-Therapie ist quasi die „kleine Schwester“ der Osteopathie. Sie entstand in den 20er Jahren. Ihre Grundlagen gehen auf den amerikanischen Osteopathen Dr.William Garner Sutherland zurück. In den 70er Jahren wurde sie von dem Chirurgen und Osteopathen Dr. John E. Upledger weiterentwickelt.
Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt der Craniosacrale- Therapie auf dem Bereich zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum). Dahinter steht die Theorie, dass das Gehirnwasser (Liquor), das Gehirn und Rückenmark umgibt, zwischen diesen beiden Polen zirkuliert und dabei 8- bis 12-mal in der Minute rhythmisch pulsieren soll. Dieser „craniosacrale“ Rhythmus soll sich wellenförmig über den ganzen Körper ausbreiten. Bestehen Störungen wie etwa Fehlhaltungen (z. B. Schiefhals bei Babys), kommt es auch zu einer Störung des craniosacralen Rhythmus, die der Therapeut mit seinen Händen ertasten kann. Ziel jeder craniosacralen Behandlung ist es, den normalen Rhythmus wiederherzustellen und den Körper ins Gleichgewicht zu bringen.
Ob Ungeborene, Babys, kleine oder große Kinder: Die sanfte Berührung der Craniosacral- Therapie führt in tiefe Entspannung, löst vielschichtige Probleme, bringt Urvertrauen und Geborgenheit zurück.
Die Erkenntnisse der Wirksamkeit von Osteopathie und Craniosacraler Therapie beruhen ausschließlich auf Erfahrungen. Wissenschaftliche Studien über diese alternativen Behandlungsformen liegen noch nicht vor.
Physiotherapie mit der Ganzkörpervibrationsplatte
Das Galileo ist ein medizinisches Trainingsgerät, dessen positiven Effekt auf die Muskeln und Knochen in vielen wissenschaftlichen Studien belegt wurde- auch bei Kindern.
Das Training basiert auf einer seitenalternierende Wippbewegung der Platte, wodurch neuromuskuläre Reflexe ausgelöst werden. Ziel ist, die Muskelfunktion (Kraft und Koordination) als auch Durchblutung zu verbessern, damit die Kinder ihren Alltag besser meistern können. Um die Kinder optimal zu trainieren, werden sowohl die Übungen als auch die Frequenz individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. Die hohe Wiederholungszahl (bis zu 30Hz) fördert das motorische Lernen und macht das Training sehr effizient. Vor allem aber zeigt sich in unserer langjährigen Erfahrung mit dem Galileo, dass die Kinder mit sehr viel Freude trainieren.
Das Spektrum der Erkrankungen bei denen diese Therapie eingesetzt wird ist breit wie zum Beispiel:
- Cerebralparese
- Down-Syndrom
- Muskuläre Hypotonie
- Osteogenesis imperfecta
- Skoliose
- Spina bifida
Das Tanzberger-Konzept® eignet sich u.a. auch für Kinder, sowohl präventiv aber auch therapeutisch bei Funktionsstörungen des Beckenboden- und Kontinenzsytems.
Das Tanzberger-Konzept® überzeugt vor allem durch seine Praxistauglichkeit wie zum Beispiel bildhafte Sprach und Abbildungen zum Verständnis der Anatomie des BB- Verschlussmuskel- Systems und Physiologie der Kontinenz.
Kindliche Funktionsstörungen von Blase und Darm (angeboren oder erworben):
- kindliche Harninkontinenz mit Einnässen am Tag und/oder Nacht (Enuresis)
- Fehlerhafte Koordination bei der Entleerung der Blase (vermehrte Harninfekte)
- Verstopfung (Obstipation)
- Einkoten
- Lazy Bladder
- Giggleinkontinenz
- angeborene Analatresie
- Kloakenfehlbildung
Therapieinhalte:
- Wahrnehmungsschulung
- Mundarbeit zur reflektorischen Reaktivierung der analen und urethralen Sphinctermuskulatur
- Fußarbeit zur Aktivierung der drei Diaphragmen (Mundboden, Zwerchfell, Beckenboden)
- Lösungen und Strategien für den Alltag
- Biofeedback/Elektrokombinationstherapie bei Wunsch
- Informationen über Anatomie und Physiologie für Kinder und Erwachsen
Einteilung der Behandlung in 3 Bereiche:
- Beckenbodentraining
- Haltungsschulung
- Atemübungen
Einfluss auf die Spannungszustände des Beckens kann man allein schon durch die Körperhaltung nehmen. Ein weiterer wichtiger Impuls für die Aktivität sind Atemübungen und Sprechlaute.
Das Tanzberger Konzept ist eine Möglichkeit Muskelgruppen zu trainieren, die man sonst gar nicht wahrnimmt. Den Betroffenen ermöglicht es, wieder zu einem normalen Alltag zu gelangen.
Was bewirkt Handling?
- Ihr Kind wird ruhiger
- Ihr Kind trinkt entspannt
- Ihr Kind schreit weniger
- Infant Handling hilft bei Koliken und Verdauungsproblemen
- Sie unterstützen Ihr Kind aktiv in seinen Bewegungsabläufen
- Sie fördern Ihr Kind in seiner geistigen und körperlichen Entwicklung
- Waschungen
- Güsse
- Bäder
- Bürstungen