Sicherheit für Neugeborene in der Region
Wenn bei einer Geburt unerwartete Komplikationen auftreten, zählen Minuten. Genau hier setzt der Tele-Neugeborenen-Notarzt-Dienst (Tele-NNAD) an: Spezialisierte neonatologische Expertise kann per Video zugeschaltet werden, um Teams in den Geburtskliniken bei der Erstversorgung zu unterstützen, bis eine weiterführende Versorgung vor Ort sichergestellt ist.
In der Region Landshut ist die LA-Regio Kinderklinik St. Marien mit dem Perinatalzentrum Level I zentral in dieses Projekt eingebunden. Die telemedizinische Zusammenarbeit mit regionalen Geburtskliniken wird damit weiter strukturiert und ausgebaut.
„Für Familien ist entscheidend, dass hohe neonatologische Kompetenz auch in ländlichen Regionen jederzeit sofort verfügbar ist, auch bereits bevor unser Neugeborenen-Notarztdienst vor Ort eintrifft. Genau dafür bauen wir die Zusammenarbeit im Netzwerk aus“, so Chefarzt Karl Florian Schettler, kinderärztlicher Leiter des PNZ Landshut.
Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf mehrere Kliniken. Ein Beispiel ist die LA-Regio Klinik Vilsbiburg, die als einer der frühen bayerischen Standorte in das Projekt eingebunden wurde und von jeher eng mit der Kinderklinik St. Marien zusammenarbeitet. Die Umsetzung vor Ort wurde auch in der Vorbereitung durch die Expertise aus Landshut begleitet.
Auch für die Geburtsklinik in Freising gibt es seit 2026 einen telemedizinischen Ausbau in Kooperation mit dem PNZ der Kinderklinik St. Marien, Erding hat sich diesem Projekt ebenfalls angeschlossen. Pädiater aus Landshut sind auch regelmäßig in den genannten Geburtskliniken vor Ort.
Der Freistaat Bayern fördert den Tele-NNAD im Rahmen der virtuellen Kinderklinik Bayern mit rund 658.000 Euro, zusätzlich wird das Vorhaben durch Sternstunden e.V. unterstützt. Der Fachbereich Neonatologie ist seit dem 1. Oktober 2025 Teil der virtuellen Kinderklinik.