Kinder- und Jugendchirurgie
Die Kinder- und Jugendchirurgie der LA-Regio-Kliniken bietet ein großes Leistungsspektrum in ihrem Fach an. Seit über 40 Jahren ist sie fester Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Region Landshut und darüber hinaus.
In der stationären und ambulanten Behandlung werden extreme Frühgeborene bis ältere Jugendliche versorgt. Hierzu bedarf es besonderer Kenntnisse der Fachärzte, die sich außer an der jeweiligen Erkrankung auch am Alter des Kindes, Grunderkrankungen und dem Umfeld des Patienten orientieren.
Die ambulante Notfallversorgung und die operative Versorgung sind 24/7 verfügbar. Die kinderchirurgische Station wird von speziell ausgebildetem Pflegepersonal betreut. Es gibt eine Ermächtigungssprechstunde, in der Patienten auch nach einer stationären oder ambulanten Behandlung weiter betreut werden. Auch die Erstuntersuchungen finden hier statt. Sollten hierbei operative Eingriffe indiziert werden, so werden diese ambulant oder stationär geplant. In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Anästhesie werden die Operationen besprochen. Das Mindestalter für ambulante Eingriffe ist der vollendete 6. Lebensmonat. Ambulant bedeutet, dass das Kind nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen darf. Die individuellen Voraussetzungen hierfür werden in einer Voruntersuchung geprüft. Die Nachsorge im Anschluss übernimmt die jeweilige Kinder- oder Hausarztpraxis.
Schwerpunkte der kinderchirurgischen Versorgung sind neben der allgemeinen Kinderchirurgie die Traumatologie, Neugeborenenchirugie vor allem der Fehlbildungen und die Kinderurologie.
Im Falle einer notwendigen stationären Aufnahme sind unsere Patienten in freundlichen Zweibettzimmern untergebracht und werden durch unsere Pflegekräfte professionell versorgt. Je nach Belegungssituation ist eine Unterbringung in einem kostenpflichtigen Einzelzimmer möglich. Die Mitaufnahme einer Begleitperson ist nach Absprache mit der Station möglich. Die Kosten werden bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Patienten von den Krankenkassen in der Regel übernommen.
Das Behandlungsspektrum unserer Spezialisten umfasst:
- Allgemeine ambulante Kinderchirurgie (zB. der Hernien, Hodenhochstand, gutartige Tumore, Metallentfernungen nach Frakturen, Vorhautbeschneidung)
- Abdominalchirurgie im Kinder- und Jugendalter (offen sowie laparoskopisch)
- Unfallchirurgie und Traumatologie
- Chirurgie der angeborenen Fehlbildungen des Neugeborenen
- Teilgebiete der plastischen und Handchirurgie
- Endoskopie des gesamten Magen-Darm-Traktes
- Sonographie und Röntgendiagnsotik
- Hydrocephaluschirurgie
- Behandlung von Kindergarten-, Schul- und Wegeunfällen (D-ArztVerfahren)
- Laserchirurgie der vaskulären Malformationen
- Rituelle Bescheidungen (IGeL)
Diagnostik & Therapie
Ein großer Teil der kinderchirurgischen Tätigkeit betrifft die allgemeine Kinder-und Jugendchirurgie. Hierzu zählt die Behandlung von Hernien (Brüchen) zum Beispiel der Leiste und des Bauchnabels. Ferner die Therapie des Hodenhochstands, der Phimose, die Entfernung von gutartigen Tumoren, konnatalen Fisteln im Gesicht- und Halsbereich. Zu dieser Chirurgie zählt auch die Entfernung des Blinddarms (offen oder laparoskopisch), um nur ein paar Krankheitsbilder aufzuzählen.
Bei geplanten Operationen werden diese Erkrankungen vorab in der Spezialsprechstunde diagnostiziert und das weitere dann operative Vorgehen mit den Eltern besprochen.
Die Anzahl der operativen Eingriffe in diesem Bereich hat sich erheblich vergrößert, da durch minimal invasive Methoden Frakturen schnell, exakt und sicher eingerichtet und gehalten werden können. Hieraus resultiert eine kürzere (stationäre) Behandlung, eine frühere Mobilität und ein größerer Komfort für die Patienten, da sie oft keiner Gipsbehandlung mehr bedürfen und sofort bewegen dürfen.
Die Behandlung von Verbrühungen und Verbrennungen stellt einen anderen Schwerpunkt dar. Hier sind spezielle Behandlungstechniken und Erfahrungen notwendig, um das funktionelle und kosmetische Ergebnis auf ein optimales Niveau zu bringen.
Die insgesamt weniger häufigen Verletzungen des Brustkorbs und Bauchraums können ebenfalls operativ behandelt werden.
Ein großer Teil der kongenitalen Fehlbildungen betrifft den Magen-Darm-Trakt. Außer verschieden ausgeprägten Unterentwicklungen mancher Abschnitte können Verschlüsse oder Engen auftreten, die in der Regel einer sofortigen oder baldigen Korrektur bedürfen, da sie eine normale Nahrungsaufnahme und Verdauung meist unmöglich machen. Diese Fehlbildungen können den Bereich von der Speiseröhre bis zum After betreffen. Bauchwanddefekte (Omphalocele und Gastrischisis) werden direkt nach der Geburt verschlossen. Fehlbildungen des Gehirns und des Rückenmarks (Spina bifida und Hydrocephalus) können ebenfalls schnell und routiniert behandelt und v.a. auch nachbetreut werden.
Eine bei Frühgeborenen häufig persistierende Verbindung zwischen großem und kleinen Kreislauf (Ductus arteriosus Botalli) kann auch bei extremen Frühgeborenen (Gewicht weit unter 1000 g) operativ behandelt werden. Urologische Fehlbildungen erfordern oft eine spezielle Diagnostik und erlauben meist auch eine Phase der Überwachung, bevor eine operative Therapie erforderlich wird.
Das Perinatalzentrum Level 1 der LA-Regio Kliniken ermöglicht sehr früh geborenen beziehungsweise besonders kranken Kindern eine optimale Versorgung unmittelbar nach der Geburt.
Kinder mit Hydrocephalus und Spina bifida werden in einer speziellen Sprechstunde behandelt. Diese Kinder werden in den meisten Fällen seit der Neugeborenenzeit behandelt. Die Behandlung betrifft die operative Therapie (Verschluss einer Meningomyelocele und Anlage eines ventriculo-peritonealen Shunts) als auch die Nachbetreuung, bei der eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kinderchirurgen, Kinderärzten, Neurologen, Radiologen, Orthopäden, Augenärzten und Therapeuten in vielen Fällen erforderlich ist.
Den Großteil der Behandlung kann die Kinderklinik übernehmen. Darüber hinaus hat sie Kooperationspartner.
Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Kinderklinik St. Marien.
Auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie werden unter anderem Fehlbildungen an Händen und Füßen mit Doppelanlagen oder zusammengewachsenen Fingern oder Zehen korrigiert. Narbenkorrekturen sind aus funktionellen und / oder kosmetischen Gründen zum Beispiel nach Verbrennungen erforderlich.
Abstehende Ohren können kosmetisch korrigiert werden. Hierzu ist eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse sowie der entsprechende Befund erforderlich.
Die Kinderchirurgie führt rituelle Beschneidungen bei Kindern ab dem 2. Lebensjahr (frühestens im Alter von 12 Monaten) und Heranwachsenden durch. Über die Modalitäten der Prozedur ist zuvor eine persönliche Beratung notwendig. Voraussetzung für eine rituelle Beschneidung ist die Einverständniserklärung beider sorgeberechtigten Elternteile!
Beschneidung als Individuelle Gesundheitsleistung (IGEL)
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei medizinischen Indikationen.
Individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) für Beschneidungswunsch aus religiösen und kulturellen Gründen
Beschneidungen als IGEL nach Gesetzeslage ist nur möglich, wenn während des Eingriffs Schmerzfreiheit garantiert ist. Somit ist eine Vollnarkose zwingend nötig.
Kosten
Die Kosten betragen insgesamt 500,- Euro incl. MwSt. Davon entfallen 50,- Euro für die Voruntersuchung in bar. Den restlichen Betrag überweisen Sie bitte. Die Bankdaten finden Sie in dem ausgehändigten Kostenvoranschlag
Enthalten bei der Erstvorstellung:
- Untersuchung
- Beratung
- Aufklärung
- Einwilligung für die Beschneidung durch den kinderchirurgischen und den anästhesiologischen Arzt.
Die OP-Terminvereinbarung erfolgt ausschließlich telefonisch mit OP-Koordinator in deutscher und englischer Sprache.
Enthalten am OP-Tag:
- Operation in Vollnarkose
- Aseptische Operation in vollausgestatteten, modernen OP-Sälen unter Verwendung besonders gut verträglichen und resorbierbaren Nahtmaterials. Hierbei ist kein Fadenzug nötig.
- Postoperative Überwachung im Aufwachraum mit pflegerischem und ärztlichem Fachpersonal.
- Abschlussuntersuchung sowie Beratung durch Kinderchirurgen und Anästhesisten.
- Schriftlicher Bericht für die Eltern.
Spezialisten
Kinderklinik St. Marien
Kontakt
Kinderklinik St. Marien
Sprechstundenzeiten
(Anmeldung nur telefonisch, nicht per E-Mail):
Kinderchirurgie Dr. med. Thomas Fels und Dr. med. Oliver Fuchs
Montag, Dienstag und Donnertag: von 11:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr
Freitag: von 08:30 bis 12:00 Uhr
Kinderchirurgie Dr. med. Julia Platzer – rituelle Zirkumzisionen (Beschneidungen)
Montag: von 13:00 bis 14:15 Uhr