Notfallmedizin
Die Notaufnahmen der LA-Regio Kliniken gewährleisten eine 24/7-Versorgung für akute und lebensbedrohliche Erkrankungen sowie Verletzungen. Jährlich werden hier über 70.000 erwachsene Notfallpatientinnen und -patienten interdisziplinär versorgt. Für Kinder und Jugendliche erfolgt die Notfallversorgung an der Kinderklink St. Marien.
Als Einrichtungen der höchsten bzw. erweiterten Notfallversorgungsstufen verfügen unsere Standorte über zahlreiche Zertifizierungen und spezialisierte Zentren:
- Klinik Landshut-Mitte:
- Klinik Landshut-Achdorf:
- Kinderklinik St. Marien:
- Klinik Vilsbiburg:
- Lokales Traumazentrum
- Stroke Unit mit Anbindung an das TEMPiS-Telemedizin-Netzwerk
Alle Standorte arbeiten mit standardisierten Ersteinschätzungs-Systemen (Manchester-Triage-System) und gewährleisten strukturierte Diagnostik- und Therapieabläufe.
An den Standorten Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf gibt es außerdem Bereitschaftspraxen der KVB. Die KVB-Bereitschaftspaxis für Kinder und Jugendliche befindet sich an der Kinderklink St. Marien in Landshut.
Bitte beachten Sie, dass in den Notaufnahmen keine Rezepte oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt werden können; diese Aufgaben obliegen den KV-Praxen.
Diagnostik & Therapie
Die Notaufnahmen der LA-Regio Kliniken bieten ein breites Leistungsspektrum für alle akuten Krankheitsbilder:
- Manchester-Triage-System (MTS) an allen Erwachsenennotaufnahmen
- Priorisierung nach Behandlungsdringlichkeit
- Polytrauma-Management in zertifizierten Traumazentren
- Versorgung von akuten Herz-Kreislauf-Symptomen (Brustschmerz, Rhythmusstörungen)
- Behandlung neurologischer Notfälle inkl. Schlaganfallversorgung (Stroke Units)
- Diagnostik und Therapie akuter internistischer und chirurgischer Krankheitsbilder
- Versorgung sämtlicher Verletzungen des Bewegungsapparates
- Röntgen, CT
- Ultraschall inkl. fokussierter Notfallsonografie (FATE, eFAST, FEEL etc.)
- Labor mit unmittelbarer Akutdiagnostik
- EKG, Monitoring, Schockraumdiagnostik
Einzelne Fachrichtungen sind in den LA-Regio Kliniken nicht in den Notaufnahmen vertreten, sodass in Einzelfällen die Weiterleitung von Patienten in eine andere Klinik notwendig werden kann.
Diese Fachrichtungen sind nicht bei uns vertreten:
- Augenheilkunde (Ophtalmologie)
- Dermatologie
- Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO)
- Mund-Kiefer und Gesichtschirugie
Für Kinder und Jugendliche gibt es eine eigene Notaufnahme in unserer Kinderklinik St. Marien: Notfallambulanz für Kinder
Spezialisten
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Kinderklinik St. Marien
Sprechzeiten & Kontakt
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FAQ – Häufige Fragen und Antworten
Damit wir Diagnose und Behandlung zügig durchführen können, bringen Sie – sofern vorhanden – bitte folgende Unterlagen mit:
- Versichertenkarte
- Gültiges Ausweisdokument
- Einweisungsschein (falls durch niedergelassene Ärztinnen/Ärzte empfohlen)
- Aktueller Medikationsplan
- Vorbefunde, z. B. Arztbriefe, Laborergebnisse, Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen
- Impfausweis, insbesondere bei Verletzungen oder offenen Wunden
- Vollmachten, Betreuungsverfügungen, Patientenverfügung
Bitte planen Sie ausreichend Wartezeit ein – diese lässt sich in einer Notaufnahme nie vollständig vermeiden.
Der Ablauf ist an allen Standorten ähnlich strukturiert:
1. Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt am Aufnahmeschalter – durch Sie selbst, Angehörige oder das Rettungsdienstpersonal. Dort werden Ihre Daten aufgenommen und eine digitale Patientenakte angelegt.
2. Ersteinschätzung (Triage)
Direkt nach der Anmeldung erfolgt eine Ersteinschätzung durch geschultes Pflegepersonal oder Medizinische Fachangestellte.
- Grundlage ist das international etablierte Manchester Triage System (MTS).
- Der Dringlichkeitsgrad bestimmt, wann Sie ärztlich behandelt werden.
- Erste Maßnahmen (z. B. EKG, Blutdruckmessung, Blutzuckermessung) können bereits hier erfolgen.
3. Wartebereich oder Behandlungsraum
Je nach Dringlichkeit und Patientenaufkommen nehmen Sie zunächst im Wartebereich Platz oder Sie werden sofort in einen Behandlungsraum gebracht. In Räumen mit mehreren Patienten gewährleistet ein Sichtschutz die Privatsphäre.
Angehörige werden grundsätzlich gebeten, im Wartebereich zu bleiben. (Ausnahmen in besonderen Fällen oder bei Kindern.)
4. Medizinische Untersuchung und Diagnostik
Die ärztliche Untersuchung wird ggf. ergänzt durch diagnostische Maßnahmen wie:
- Ultraschall / Doppler
- Röntgen
- CT / MRT
- Laboruntersuchungen
- EKG
- Endoskopische Verfahren
Diese Untersuchungen können Zeit benötigen – sowohl bis zur Durchführung als auch bis zur Befundauswertung.
5. Ergebnisbesprechung
Sind alle Befunde vorhanden, bespricht die Ärztin / der Arzt ausführlich:
- Diagnose
- Behandlungsplan
- Ob eine ambulante oder stationäre Weiterbehandlung notwendig ist
6. Stationäre Aufnahme
Bei einer stationären Aufnahme erfolgt die Unterzeichnung des Behandlungsvertrags; anschließend werden Sie entsprechend Ihrem Krankheitsbild auf die passende Station gebracht.
Wartezeiten in Notaufnahmen sind unvermeidbar und entstehen aus mehreren Gründen:
- Die Behandlung richtet sich nicht nach der Reihenfolge des Eintreffens, sondern nach medizinischer Dringlichkeit.
- Lebensbedrohlich erkrankte oder schwer verletzte Menschen werden unverzüglich versorgt.
- Diagnostische Maßnahmen wie CT, MRT, Labor oder Ultraschall erfordern Zeit.
- Es kann vorkommen, dass zu Spitzenzeiten – abhängig von der Tageszeit, dem Wochentag und der Jahreszeit – sehr viele Patienten zeitgleich in der Notaufnahme behandelt werden müssen.
Sollte sich Ihr Gesundheitszustand während der Wartezeit verschlechtern, informieren Sie bitte sofort das Personal an der Anmeldung.
Die Notaufnahmen der LA-Regio Kliniken nutzen MTS zur Ersteinschätzung. Es ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das anhand Ihrer Symptome und Vitalwerte bestimmt:
- Wie dringend Ihre Behandlung ist
- Wie schnell ärztliche Maßnahmen eingeleitet werden müssen
Dadurch wird die Behandlung objektiv und nachvollziehbar priorisiert.
Auch nach einer ersten ärztlichen Untersuchung können weitere diagnostische Schritte notwendig sein, um die richtige Behandlung festzulegen. Diese benötigen Zeit:
- Laboranalysen mit zahlreichen Einzelwerten
- Ultraschall, Röntgen, CT oder MRT
- Weitere klinische Tests
Diese Untersuchungen werden ebenfalls nach Dringlichkeit bearbeitet. Bei weniger akuten Erkrankungen kann es deshalb zu zusätzlichen Wartezeiten kommen.
Die Entscheidung fällt nach Vorliegen aller notwendigen Befunde:
- Müssen Sie stationär bleiben, wird ein Behandlungsplan erstellt und Sie werden sicher auf die zuständige Station übergeben.
- Können Sie ambulant weiterbehandelt werden, erhalten Sie einen Arztbrief, den Sie Ihrer Hausärztin / Ihrem Hausarzt vorlegen können.
In der Notaufnahme steht die Behandlung von akuten und lebensbedrohlichen Zuständen im Mittelpunkt.
Das bedeutet:
- Wer schwerer erkrankt oder verletzt ist, wird schneller behandelt.
- Personen mit weniger dringlichen Beschwerden müssen deshalb manchmal länger warten.
Diese Priorisierung dient der Sicherheit aller.
- Notfälle, Qualität und Patientensicherheit haben uneingeschränkt Vorrang.
- Es wird nicht „gehastet“: Jede Behandlung erhält so viel Zeit, wie medizinisch notwendig ist.
- Entscheidungen folgen klaren Standards, Leitlinien und strukturierten Abläufen.
Die Mitarbeitenden wissen, dass Wartezeiten belastend sein können – doch sie sind oft ein Zeichen dafür, dass gleichzeitig Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen versorgt werden.