Schmerzmedizin
Schmerz kennt jeder. Nach einer Verletzung, einer Verbrennung oder einem Sturz vergeht der Schmerz nach der Heilungsphase wieder von selbst. Besteht der Schmerz nach abgeschlossener Heilung jedoch weiter, spricht man von einem chronischen Schmerz. Dann reichen die üblichen Maßnahmen wie körperliche Schonung, Medikamenteneinnahme und Massage meist nicht mehr aus. Neben zunehmenden körperlichen Beeinträchtigungen kommen mit der Zeit auch negative Auswirkungen auf das Denken, das Verhalten und die Stimmung hinzu. Anhaltende Schmerzen führen zu Dauerstress im Nervensystem. Stress wiederum verstärkt die Schmerzwahrnehmung, sodass es mit der Zeit immer schwieriger wird, aus dem Teufelskreis von Stress und Schmerz herauszukommen. In diesem Fall wird zur Verbesserung der Lebensqualität die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie benötigt, die die LA-Regio Kliniken stationär, teilstationär oder ambulant an verschiedenen Standorten mit einem umfassenden Leistungsspektrum anbieten.
- Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates
- Nervenschmerzen
- Kopf- und Gesichtsschmerzen
- Viszerale Schmerzen (z. B. Endometriose, Reizdarmsyndrom, CED…)
- Schmerzen bei Gefäßerkrankungen
- Ganzkörperschmerzsyndrome, Fibromyalgiesyndrom
Im Rahmen des schmerzmedizinischen Konsiliardienstes werden ferner auch Patienten anderer Fachbereiche und Häuser – einschließlich des Bezirkskrankenhauses Landshut – schmerztherapeutisch versorgt. Der Akutschmerzdienst, beziehungsweise die Schmerztherapie als Leistung der Anästhesiologie, unterstützt Sie dabei, Ihren Krankenhausaufenthalt selbst in akuten Situationen, vor oder während operativer Eingriffe, bei der Geburt oder im Rahmen der Behandlung auf der Intensivstation möglichst schmerzfrei zu gestalten.
Hier gelangen Sie zur Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
Diagnostik & Therapie
Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie IMST ist die aktuell wirksamste Therapieform in der Behandlung chronischer Schmerzen. Ein multiprofessionelles Team begleitet Sie über die gesamte Therapie fachmedizinisch, psychologisch und therapeutisch (Physio-, Sport- und Ergotherapie), unterstützt von Cotherapie aus dem Pflegebereich. Ihre Therapie besteht aus Gruppen- und Einzeltherapieelementen. Aktive Bewegungstherapie wechselt sich mit theoretischen Modulen, Entspannung und Seminaren ab.
Eine stationäre Aufnahme (für zehn bis 17 Tage) ist erforderlich, wenn medikamentöse Umstellungen erfolgen sollen oder Sie durch die Schmerzen oder andere Erkrankungen nur eingeschränkt mobil sind.
Der Vorteil einer tagesklinischen Behandlung ist, dass Sie während der Behandlungsphase zuhause schlafen und zu den Therapietagen anreisen. Die fachübergreifende Therapie ist auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten und findet als mehrwöchiges, intensives Schmerzbewältigungsprogramm statt, in Kleingruppen sowie über einen definierten Zeitraum und aufbauend strukturiert statt.
Als erster Schritt vor einer erfolgreichen Schmerztherapie findet ein ausführliches Aufnahmeverfahren (fachmedizinisch, therapeutisch, psychologisch) mit anschließender Empfehlung für weitere therapeutische und diagnostische Schritte statt.
Die Experten der Schmerzmedizin werden konsiliarisch für stationäre Patienten aller Fachabteilungen in den Häusern hinzugezogen. Das Anliegen in der Schmerztherapie ist es stets, Ihnen einen weitestgehend schmerzfreien und möglichst angenehmen Klinikaufenthalt zu ermöglichen. Die Wahl der Maßnahmen erfolgt immer mit besonderem Blick auf Ihre individuelle Situation.
- Ultraschall-assistierte Regionalanästhesie
- Akutschmerzdienst (Anlage eines Schmerzkatheters)
- Akutschmerztherapie durch Regionalanästhesie in der Notaufnahme
- Geburtshilfliche Schmerztherapie mit Periduralanästhesie
- Palliativmedizinischer Dienst
Spezialisten
Klinik Vilsbiburg
- Psychotherapie im Zentrum:
- Michaela Annemarie Fischer (Psychologin M.Sc.)
- Dr. Johanna Franz (ärztl. Psychotherapeutin)
- Verena Gruber (Psychologin M.Sc.)
- Alla Hubert (Psychologin M. Sc.)
- Emanuel Kromer (Psychologe M.Sc.)
- Marie-Luise Metzger (Dipl. Psychologin)
- Michaela Nöbauer (Psychologin M.Sc.)
- Lena-Marie Schlichenmaier (Psychologin M.Sc.)
- Tanja Isabella Schmiedel (Psychologische Psychotherapeutin)
- Leonie Staufner (Psychologin M.Sc.)
- Elisabeth Steigemann (Psychologische Psychotherapeutin)
- Bewegungstherapeuten:
- Grit Beer (Ergotherapeutin, Handtherapeutin)
- Katja Heilmeier (Sportwissenschaftlerin)
- Anna Hofmeister (Physiotherapeutin)
- Sophia Muratovic (Sporttherapeutin)
- Patrycia Nutt (Physiotherapeutin)
- Stefanie Schweiger (Dipl.-Physiotherapeutin)
- Mehmet Yalinkilic (Physiotherapeut)
Klinik Landshut-Mitte
Klinik Landshut-Achdorf
Sprechzeiten & Kontakt
Klinik Vilsbiburg
Sprechstunde zur medikamentösen Einstellung und Planung weiterer Therapien nach Vereinbarung.
- Chefarzt Dr. med. Benjamin Reichenbach-Klinke
- Montag 14:00 - 16:00 Uhr
- Dienstag und Mittwoch 13:00 - 16:00 Uhr
- Anmeldung über das Sekretariat Schmerzklinik
- Telefon: 08741/60-4001 oder
- E-Mail: schmerztherapie.vib@la-regio-kliniken.de
Für Einweiser:
In dringenden Fällen (z.B. CRPS, Clusterkopfschmerz, Herpes Zoster) kann eine direkte stationäre Aufnahme nach telefonischer Kontaktaufnahme erfolgen.
Klinik Landshut-Mitte
Klinik Landshut-Achdorf
Patienteninformation
Um die geeignete Therapie für Sie zu finden, bitten wir Sie um Vorlage von Kopien Ihrer schriftlichen Vorbefunde (Entlassbriefe, OP-Berichte, ggf. Berichte der Berufsgenossenschaft Röntgen, CT, MRT, psychologische oder psychotherapeutische Berichte, Gutachten, Therapieanträge). Bitte denken Sie bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten auch an Ihren aktuellen Medikamentenplan.
Für die Sprechstunden zur Ambulanten schmerztherapeutischen Behandlung brauchen Sie einen gültigen quartalsgebundenen Überweisungsschein.
Für das Assessment vor Aufnahme in eine Schmerztagesklinik und ggf. auch vor Ihrer stationären Aufnahme benötigen Sie einen gültigen quartalsgebundenen Krankenhauseinweisungsschein (Verordnung von Krankenhausbehandlung).