Geburtshilfe
Die Geburt eines Kindes ist ein unvergessliches Ereignis. Das multiprofessionelle Team begleitet werdende Mütter dabei sowohl fachkundig als auch einfühlsam und schafft eine angenehme und ruhige Atmosphäre für das bestmögliche Geburtserlebnis. Keine Geburt gleicht der anderen, weshalb stets die Bedürfnisse der Eltern im Zentrum des Handelns stehen. Durch die enge Zusammenarbeit von Ärzten, Hebammen und Pflegekräften können Fragen, Sorgen und Ängste rund um dieses emotionale Lebensereignis beantwortet werden, um Mutter und Kind in jeder Situation optimal zu versorgen. Die LA-Regio Kliniken bilden hierbei das gesamte Spektrum der geburtshilflichen Versorgung ab und können so an drei Standorten allen Wünschen und Bedarfen werdender Eltern entsprechen.
- Das Perinatalzentrum Level 1 an der Klinik Landshut-Achdorf bietet Geburtshilfe auf medizinisch höchstem Niveau und gewährleistet die bestmögliche Versorgung von extrem Frühgeborenen und Kindern mit erhöhtem Überwachungsbedarf.
- Interdisziplinär geleitete Geburten können an den Standorten Landshut-Mitte, Landshut-Achdorf und Vilsbiburg in angenehmen Ambiente und mit hochmodernen Ausstattung geborgen und persönlich angeboten werden.
- Im Hebammenkreißsaal an der Klinik Vilsbiburg werden die Geburten bei unauffälliger medizinischer Vorgeschichte der werdenden Mutter ausschließlich von Hebammen betreut. Bei möglichen Komplikationen steht jedoch zu jeder Zeit der ärztliche Dienst zur Verfügung.
An allen Standorten werden somit erfolgreich moderne Geburtsmedizin und alternative Behandlungsmethoden verbunden, um eine sichere und gleichzeitig selbstbestimmte Geburt zu gewährleisten. Die Fachkräfte begleiten werdende Eltern in allen Phasen der Schwangerschaft, beraten vor der Geburt und stellen auch entsprechende Nachsorgeangebote und Elterngruppen zur Verfügung.
Leistungsspektrum
- Informationsabende für werdende Eltern
Die nächsten Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. - Geburtsvorstellung
Wir empfehlen Ihnen, uns ab der 32. Schwangerschaftswoche zu kontaktieren, um einen persönlichen Termin für die individuelle Geburtsplanung zu vereinbaren. Bitte verwenden Sie für eine Anmeldung an der Klinik Landshut-Achdorf das entsprechende Online-Formular. Die Kliniken Landshut-Mitte und Vilsbiburg kontaktieren Sie bitte telefonisch.
Bei der Geburtsvorstellung werden alle Ihre Daten aufgenommen, es wird ein CTG geschrieben und Sie werden ggf. ärztlich untersucht. Sie können alle Ihre Wünsche und Sorgen bezüglich der Schwangerschaft und der Geburt Ihres Kindes mit den Fachkräften besprechen und selbstverständlich auch offene Fragen klären. Eine vorherige Terminvereinbarung ist jedoch zwingend erforderlich! - Pränataldiagnostik
- Weiterführende Ultraschalldiagnostik (DEGUM II)
- Dopplersonographie
- Fetale Echokardiographie
- 3D-/4D-Ultraschall
- Amniozentese, Chorionzottenbiopsie, Nabelschnurpunktion
- Genetische Beratung
- Beratung bei speziellen Risiken (z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Mehrlingsschwangerschaften, Beckenendlage, Geburt nach Kaiserschnitt)
- Verschiedene Veranstaltungen, Kurse und weiterführende Angebote (z.B. Hebammensprechstunde, Massage für Schwangere, Schwangerenfrühstück, Geburtsvorbereitungskurs, Yoga für Schwangere)
- Individuelle Betreuung durch Hebammen in modern ausgestatteten und ansprechend eingerichteten Kreißsälen
- Unterstützung verschiedener Gebärpositionen
- Individuelle Schmerzlinderung:
- Entspannungsbad, Homöopathie, Akupunktur, ggf. Lachgas
- Medikamentöse Schmerztherapie
- Periduralanästhesie (PDA) rund um die Uhr verfügbar
- 24-Stunden-Bereitschaft von Gynäkologen und OP-Team: Vaginaloperative Geburten sowie Kaiserschnitt sind jederzeit möglich
- Bonding direkt nach der Geburt
- Betreuung durch Hebammen, Pflegekräfte und Ärzte auf der Wochenbettstation
- Rooming-In: Sie dürfen Ihr Kind rund um die Uhr bei sich haben.
- Stillberatung durch ausgebildete Stillberaterinnen
- Enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik St. Marien zur Sicherstellung der neonatologischen Versorgung
- Neugeborenen-Intensivstation als Teil des Perinatalzentrums an der Klinik Landshut-Achdorf
- Umfassende Untersuchung des Kindes: U2, Hörscreening, etc.
- Familienzimmer und Einzelzimmer (nach Verfügbarkeit, nicht reservierbar)
- Babyfotografie
- Möglichkeit zur frühzeitige Entlassung nach einer unkomplizierten Spontangeburt
- Verschiedene Veranstaltungen, Kurse und weiterführende Angebote (z.B. Hebammensprechstunde, Babymassage, Rückbildungskurs, Stillcafé)
Spezialisten
Sprechzeiten & Kontakt
Klinik Landshut-Achdorf
PDA-Sprechstunde: Patientinnen, die eine Periduralanästhesie (PDA) wünschen oder in Erwägung ziehen, und bei denen medizinische Komplikationen wie etwa Wirbelsäulenverletzungen oder Blutgerinnungsstörungen vorliegen, bitten wir, einen Termin in der Anästhesie zu vereinbaren.
- Kontakt: Sekretariat der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin an der LA-Regio Klinik Landshut-Achdorf
- Telefon: 0871/404-2754
- E-Mail: anaesthesie.achdorf@la-regio-kliniken.de
Klinik Landshut-Mitte
- Schwangerensprechstunde:
- Termin: täglich nach Vereinbarung
- Anmeldung unter Tel.: 0871/698-3219 oder 0871/698-3220
- Hebammensprechstunde: Was tun bei Ischias- oder Symphysenschmerzen in der Schwangerschaft? Wohin wende ich mich bei Problemen im Wochenbett? Wie pflege ich die Nabelregion meines Neugeborenen? Alle diese Fragen beantworten die Hebammen der Klinik Landshut-Mitte in einer eigenen Hebammensprechstunde. Frauen, die keine Hebamme für die Vor- und Nachsorge gefunden oder deren Hebamme zeitweise ausfällt, können das neue Angebot nutzen. Zur Geburtsvorstellung empfehlen wir Ihnen, uns ab der 32. Schwangerschaftswoche zu kontaktieren, um in der Hebammensprechstunde einen persönlichen Termin für die Geburtsplanung zu vereinbaren. So können wir mit Ihnen individuell Ihre Wünsche zur Geburt besprechen und bereits alle erforderlichen Unterlagen ausfüllen. Gerne dürfen Sie eine Begleitung zur Anmeldung mitbringen. Auch bei einer geplanten außerklinischen Geburt (z.B. im Geburtshaus oder zuhause) empfehlen wir Ihnen, sich vorab einmal bei uns vorzustellen (Erhebung Ihrer Anamnese, Notieren aller wichtigen Daten, Klärung offener Fragen, Erledigung nötiger Formalitäten). Dies ist von Vorteil, falls die Geburtssituation eine Verlegung in eine Klinik erforderlich machen sollte.
- Termin: Mittwoch oder Donnerstag nach Vereinbarung
- Anmeldung unter Tel.: 0871/698-12493
- Termine in der Schwangerschaft nur im Wechsel mit dem betreuenden Gynäkologen
- Kostenloses Angebot der Hebammen-Sprechstunde ersetzt in dringenden Fällen keinen Besuch beim Gynäkologen
- Ultraschallsprechstunde für spezielle Fragestellungen: diese bieten wir in Zusammenarbeit mit Dr. Carlo Maier (DEGUM II) regelmäßig an.
- Termin: nach Vereinbarung
- Anmeldung unter Tel.: 0871/698-3220
Klinik Vilsbiburg
Bereits in der Schwangerschaft bieten wir Ihnen die Möglichkeit, in unsere Hebammen-Ambulanz zu kommen. So können Sie schon vor der Geburt die Hebammen und Ärzte der geburtshilflichen Abteilung kennenlernen. Für die Termine in der Hebammen-Ambulanz kommt eine zweite Hebamme zusätzlich zur Kreißsaal-Hebamme ins Haus. Für jede Frau, die in die Hebammen-Ambulanz kommt, nehmen wir uns eine Stunde Zeit. Die Hebamme wird Ihre Anamnese erheben, das Geburtsjournal anlegen, ein CTG schreiben und mit Ihnen alle Ihre Wünsche oder Sorgen bezüglich der Schwangerschaft und der Geburt Ihres Kindes besprechen und in Ihrer Akte vermerken. Im Anschluss an das Gespräch bekommen Sie einen Ultraschall durch den diensthabenden Facharzt.
- Termin: nach telefonischer Vereinbarung
- Kontakt: Gynäkologische Ambulanz, Telefon 08741/60-3177
Unsere Babygalerien
FAQ
Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
- Ist eine Anmeldung oder Geburtsvorstellung notwendig?
Eine vorherige Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich. Sie können auch ohne Anmeldung zur Geburt kommen. Eine Geburtsvorstellung wird jedoch empfohlen, da hierbei Ihre Anamnese erhoben, Wünsche besprochen und Formalitäten vorab geklärt werden. - Wann sollte ich mich zur Geburtsvorstellung melden?
Die Geburtsvorstellung findet in der Regel zwischen der 34. und der 36. Schwangerschaftswoche statt. Die Anmeldung hierfür sollte am Standort Landshut-Achdorf in der 29. oder 30. Schwangerschaftswoche erfolgen, am Standort Landshut-Mitte ca. in der 33. Schwangerschaftswoche. Falls Sie Interesse am Hebammenkreißsaal am Standort Vilsbiburg haben, melden Sie sich bitte spätestens in der 28. Schwangerschaftswoche. - Darf ich zur Geburtsvorstellung eine Begleitperson mitbringen?
Ja, Sie dürfen gerne eine Begleitperson, zum Beispiel Ihren Partner oder Ihre Partnerin, mitbringen. - Ist eine Geburtsvorstellung auch sinnvoll, wenn ich eigentlich außerklinisch entbinden möchte?
Ja. Auch bei geplanter Haus- oder Geburtshausgeburt ist eine Vorstellung sinnvoll, um im Falle einer notwendigen Verlegung eine optimale Vorbereitung zu haben. - Ab welcher Schwangerschaftswoche kann ich in den LA-Regio Kliniken entbinden?
An den Kliniken Landshut-Mitte und Vilsbiburg ist eine Geburt ab der 38. Schwangerschaftswoche (37+0) möglich. An der Klinik Landshut-Achdorf können auch Schwangere mit erwartetem Frühgeborenen und Entbindungen weit vor der 38. Schwangerschaftswoche betreut werden. Bei vorzeitigen Wehen oder Unsicherheiten können Sie sich jedoch in allen Kreißsälen jederzeit telefonisch melden. - Kann ich auch ambulant entbinden?
Nach einer unkomplizierten Spontangeburt ist eine frühzeitige Entlassung möglich, sofern es Mutter und Kind gut geht. Das bedeutet, dass Sie bereits sechs Stunden nach der Geburt nach Hause gehen können. Wichtig ist jedoch, dass die anschließende Betreuung (Hebamme, Kinderarzt, U2) vorab organisiert ist.
- Papiere:
- Personalausweis
- Mutterpass
- Versichertenkarte(n)
- Unterlagen für die standesamtliche Anmeldung Ihres Babys
- Kleidung und Hygieneartikel
- Für die Mama
- ein langes T-Shirt oder Hemd für die Geburt
- Bademantel
- Hausschuhe
- kochfeste Unterwäsche
- vorne knöpfbare Nachthemden oder Schlafanzüge
- 1 Still-BH (mindestens eine Nummer größer als normal)
- warme Socken
- Jogging-Anzug oder bequeme Kleidung für Spaziergänge
- Handtücher + Waschlappen
- Duschgel + Shampoo
- Bürste, ggf. Haargummi
- Föhn
- Zahnbürste + Zahnpasta
- Hautcreme oder Massageöl
- Kosmetika
- Deo
- Taschentücher
- Für das Baby: In der Klinik bekommen Sie für Ihr Baby Wäsche, Windeln und Pflegeprodukte im Kinderzimmer.
- Baby-Kleidungsgarnitur für die Heimfahrt (Body, Strampler oder Hose, Jäckchen oder Wolljacke, Mützchen, Söckchen)
- (Woll-)Decke
- Babyschale (im Winter mit Fußsack)
- Für die Mama
- Sonstiges
- Geld
- Buch zum Lesen
- Kamera
- Handy + Ladekabel
- Was muss ich zur Geburt alles mitbringen?
- Dokumente: Personalausweis, Versichertenkarte, Mutterpass, Familienstammbuch oder Heiratsurkunde (nicht verheiratete Paare benötigen beide ihre Geburtsurkunde), ggf. Vaterschaftsanerkennung
- Kleidung und Hygieneartikel
- Für das Baby (für die Heimfahrt): Kleidung, Baby-Autositz, Wolldecke
- Wer darf mich während der Geburt begleiten?
Sie dürfen eine Begleitperson Ihrer Wahl während der Geburt bei sich haben. Dies kann Ihr Partner, eine Freundin, Verwandte etc. sein. - Ist immer eine Hebamme anwesend?
Ja, jede Geburt wird durch eine Hebamme betreut. Auch Ärztinnen und Ärzte sind jederzeit verfügbar und (mit Ausnahme des Hebammenkreißsaals) bei jeder Geburt eingebunden. - Gibt es eine 1:1-Betreuung durch eine Hebamme?
In den meisten Fällen können wir eine 1:1-Betreuung ermöglichen. Geburtshilfe ist jedoch nie planbar. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben betreut eine Hebamme maximal zwei Geburten parallel. - Werden die Herztöne des Kindes unter der Geburt dauerhaft überwacht?
Die Herztöne Ihres Kindes werden in regelmäßigen Abständen mithilfe des CTGs überprüft. Die Überwachung ist für die Beurteilung des Wohlbefindens des Kindes unerlässlich. Zum Ende der Geburt hin überwachen wir die Herztöne des Kindes dann dauerhaft. Falls zuvor Auffälligkeiten unter der Geburt auftreten sollten oder bestimmte Medikamente verabreicht werden, werden wir schon früher beginnen, Ihr Baby dauerhaft zu überwachen. Auch hierbei wird eine vorherige Absprache mit Ihnen erfolgen. - Welche Gebärhaltungen werden unterstützt?
Die Gebärposition wird sehr individuell je nach Geburtssituation und Wohlbefinden der werdenden Mutter gewählt. Beliebt sind zum Beispiel der Vierfüßlerstand oder die Seitenlage. Genauso ist eine Geburt im Stehen oder auf dem Hocker möglich. In den Gebärzimmern stehen auch Seil, Pezziball und Matten zur Verfügung. - Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung gibt es?
Es stehen verschiedene Methoden zur Schmerzlinderung zur Verfügung, zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie, Entspannungsbad, Medikamentöse Schmerztherapie oder die Periduralanästhesie (PDA). Der Einsatz von Mitteln zur Schmerzlinderung erfolgt nur in Rücksprache mit Ihnen und Ihrem Einverständnis. Eine gute Kommunikation und das Mitteilen Ihrer Bedürfnisse ist dafür unerlässlich. So werden wir je nach Geburtssituation die richtige Art der Unterstützung für Sie finden. - Ist eine PDA jederzeit möglich?
Ja, ein Anästhesieteam steht an allen Standorten rund um die Uhr zur Verfügung und kann bei Bedarf jederzeit gerufen werden. - Ist eine Wassergeburt möglich?
Eine Wassergeburt ist abhängig von der individuellen Situation und den Gegebenheiten am jeweiligen Standort möglich.
Was ist ein Hebammenkreißsaal?
Als erste und bisher einzige Einrichtung in Niederbayern bietet die Klinik Vilsbiburg das Konzept des Hebammenkreißsaals an. Dabei handelt es sich um ein Zusatzangebot zu den bestehenden ärztlich geleiteten Kreißsälen. Laut Hebammengesetz §4 und bayerischer Berufsordnung für Hebammen §2 sind Hebammen ausdrücklich dazu befähigt, normale Geburten eigenständig und ohne ärztliche Hilfe zu betreuen, den Geburtsverlauf zu überwachen sowie Mutter und Kind nach der Geburt zu versorgen.Im Hebammenkreißsaal ist die enge 1:1 Betreuung durch eine Hebamme während der gesamten Geburtsarbeit vorgesehen. Durch diese kontinuierliche Zusammenarbeit können die Gebärende, ihre Begleitperson und die Hebamme anstehende Entscheidungen nach ausführlicher Abwägung gemeinsam und in Ruhe treffen. So kann jede Frau ohne Zeitdruck den individuellen Weg zur Geburt ihres Kindes gehen. In der letzten Phase der Geburt kommt eine zweite Hebamme mit dazu. Durch die intensive Beobachtung und Betreuung durch eine Hebamme können Risiken, die während der Geburt auftreten, in der Regel frühzeitig erkannt und behandelt werden, so dass die Interventionsrate im Hebammenkreißsaal sehr gering ist. Nach der selbstbestimmten Geburt hat das Bonding – also der Bindungsaufbau und das Kennenlernen der jungen Familie – oberste Priorität.
Das kompetente ärztliche Geburtshilfe-Team ist jedoch rund um die Uhr im Haus und kann bei unerwarteten Komplikationen oder auf Wunsch jederzeit hinzugerufen werden. Ein Ja zum Hebammenkreißsaal bedeutet kein Nein zur Ärztin bzw. zum Arzt.
- Wer kommt für den Hebammenkreißsaal in Frage?
Der Hebammenkreißsaal eignet sich für gesunde Frauen mit einem unauffälligen Schwangerschaftsverlauf, die ein gesundes Kind erwarten und sich eine natürliche Geburt wünschen. - Wann ist eine Geburt im Hebammenkreißsaal nicht möglich?
Wenn die Frau an einer schweren Grunderkrankung oder Schwangerschaftsdiabetes leidet, starke Medikamente einnehmen muss oder bereits einen Kaiserschnitt hatte, ist eine Geburt im Hebammenkreißsaal nicht möglich. Doch auch im ärztlich geleiteten Kreißsaal ist rund um die Uhr eine erfahrene Hebamme anwesend. Wie läuft eine Geburt im Hebammenkreißsaal ab?
- Bis 28. SSW: Telefonische Anmeldung zum Erstgespräch bei der Kreißsaalhilfe
- 30.-32. SSW: Erstgespräch mit einer Hebamme und einer Gynäkologin: Ausführliches Anamnese-Gespräch und körperliche Untersuchung durch die Hebamme sowie eine fachärztliche Untersuchung, um festzustellen, ob der Hebammenkreißsaal die geeignete Betreuungsform ist.
- 37. SSW: Zweitgespräch mit einer Hebamme: Körperliche Untersuchung und erneutes Anamnese-Gespräch; Geburtsplanung mit Aufklärung über die Methoden zur Schmerzerleichterung im Hebammenkreißsaal.
- Ab der 38. SSW (37+0 SSW): Aufnahme zur Geburt im Hebammenkreißsaal.
- Bei Überschreitung des errechneten Geburtstermins: Alle zwei Tage Kontrolle mit Hebamme und Facharzt mit Entscheidung über individuelles Vorgehen.
- Ab ET+10: Geburt im ärztlich geleiteten Kreißsaal
Sollten zu irgendeinem Zeitpunkt in der Hebammenbetreuung Komplikationen auftreten, können wir jederzeit einen Gynäkologen zu Rate ziehen und die Frau in die interdisziplinäre Betreuung überleiten. Ebenso, falls während der Geburt der Wunsch nach starken Schmerzmitteln oder einer PDA auftritt. Dies ist weder mit einem Orts- noch mit einem Hebammenwechsel verbunden. Durch unsere Strukturen im Krankenhaus steht im Notfall rund um die Uhr ein komplettes Team aus Gynäkologen, Anästhesie und OP-Pflege zur Verfügung.
- Wann ist ein Kaiserschnitt notwendig?
Ein Kaiserschnitt kann medizinisch erforderlich sein oder im Einzelfall auch auf Wunsch der Schwangeren durchgeführt werden. Die Entscheidung erfolgt immer nach ärztlicher Aufklärung. - Bin ich beim Kaiserschnitt wach?
In der Regel wird der Kaiserschnitt in Regionalanästhesie (Spinalanästhesie) durchgeführt, sodass Sie wach, aber schmerzfrei sind und die Geburt Ihres Kindes bewusst miterleben können. - Findet Bonding auch nach einem Kaiserschnitt statt?
Ja. Sofern es der Zustand von Mutter und Kind erlaubt, findet Bonding direkt nach der Geburt statt, teilweise bereits im Operationssaal.
- Bleibt mein Baby nach der Geburt bei mir?
Ja, soweit es Mutter und Kind gut geht, finden alle erforderlichen Untersuchungen im Gebärzimmer statt. Mutter und Kind werden räumlich nicht voneinander getrennt und dürfen miteinander bonden. Auch das erste Stillen findet in der Regel bereits im Kreißsaal statt.
Auf der Wochenbettstation wird das Konzept des Rooming-In betrieben, das heißt, dass das Kind rund um die Uhr bei Ihnen bleibt und von Ihnen versorgt wird, wobei das Klinikpersonal natürlich Unterstützung bietet. - Wie lange bleibe ich nach der Geburt in der Klinik?
In der Regel bleiben Frauen nach einer Spontangeburt etwa zwei bis drei Tage und nach einem Kaiserschnitt etwa drei bis vier Tage in der Klinik. Bei unkomplizierter Spontangeburt ist jedoch auch eine frühzeitige Entlassung möglich. - Findet die U2 im Krankenhaus statt?
Sofern Sie nicht frühzeitig entlassen werden, findet die U2 noch im Krankenhaus statt. Die Untersuchung erfolgt je nach Standort durch Kinderärzte vor Ort (Vilsbiburg) oder in Kooperation mit der Kinderklinik St. Marien (Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf). - Gibt es Stillberatung?
Ja, an allen Standorten stehen erfahrene Stillberaterinnen zur Verfügung, die Sie beim Stillstart unterstützen. - Gibt es Familienzimmer oder Einzelzimmer?
Ja, an allen Standorten werden Familienzimmer und Einzelzimmer angeboten, sofern Kapazitäten vorhanden sind. Hierfür werden in der Regel zusätzliche Kosten erhoben. Eine Reservierung im Voraus ist jedoch nicht möglich. - Dürfen Geschwisterkinder zu Besuch kommen?
Ja, Geschwisterkinder dürfen die Mutter auf der Wochenbettstation besuchen.