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Jürgen Bacher nach zehn Jahren an der Klinik Landshut-Mitte verabschiedet – Pflegedirektion wird im Zuge der Fusion neu aufgestellt

Mit großem Dank und viel Applaus in den Ruhestand

Landshut-Mitte – Zehn Jahre lang hat Jürgen Bacher die Pflege am heutigen Standort Landshut-Mitte der LA-Regio Kliniken maßgeblich mitgestaltet, zahlreiche Veränderungen begleitet und gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden viele Herausforderungen gemeistert. Am Mittwoch wurde der langjährige Pflegedirektor bei einer Feierstunde in der Glasdachhalle in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreter des Vorstands waren gekommen, ebenso Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger und Landrat Alfred Holzner. Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger bedankte sich im Namen der Stadt und des Verwaltungsrates für den wertschätzenden Umgang und die gute Zusammenarbeit.

Vorstand André Naumann blickte auf zehn gemeinsame Jahre zurück, die von großen Veränderungen und nicht immer einfachen Entscheidungen geprägt waren. Dazu zählten insbesondere die Corona-Pandemie, die Einführung neuer Strukturen in der Pflege sowie die Herausforderungen bei der Personalgewinnung. Gemeinsam sei es gelungen, die Pflege personell zu stärken und wichtige Entwicklungen voranzubringen. Besonders würdigte Naumann die stets respektvolle Zusammenarbeit. „Wir haben Themen angepackt“, erinnerte er an den gemeinsamen Umgang mit Herausforderungen. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, dass man Bacher den bevorstehenden Ruhestand keineswegs ansehe. Wenn er selbst an seinem letzten Arbeitstag so aussehe, habe er vieles richtig gemacht.

Ein Berufsleben für die Pflege

Seine berufliche Laufbahn begann Jürgen Bacher 1980 mit der Ausbildung zum Krankenpfleger in Prien am Chiemsee. Nach ersten Berufsjahren in der Krankenpflege war er unter anderem in der Anästhesie- und Intensivpflege tätig, bevor er Führungsaufgaben übernahm. Stationen seiner Karriere waren unter anderem Bad Aibling, das Klinikum Rosenheim sowie die Kliniken Südostbayern, wo er als Pflegedirektor und Prokurist tätig war.

Im September 2016 wechselte Bacher als stellvertretender Pflegedirektor an das damalige Klinikum Landshut. Seit Januar 2019 war er Pflegedirektor. In dieser Funktion verantwortete er die Weiterentwicklung der Pflege und begleitete das Haus durch eine Zeit tiefgreifender Veränderungen.

Pflegeleitung wird standortübergreifend gebündelt

Mit Bachers Ruhestand wird auch die im Zuge der Fusion vorbereitete Neustrukturierung der Pflegedirektion umgesetzt. Um Doppelstrukturen abzubauen und die Pflege als gemeinsame Einheit weiterzuentwickeln, wird die Position des Pflegedirektors am Standort Landshut-Mitte nicht nachbesetzt. Stattdessen übernimmt René Marx, bisher Pflegedirektor der ehemaligen LAKUMED Kliniken, ab November die übergeordnete Pflegedirektion aller Standorte der LA-Regio Kliniken. Der Verwaltungsrat hatte ihn auf Empfehlung des Vorstands in dieser Funktion bestätigt. Am Standort Landshut-Mitte bilden Michael Zehentner und Angelina Rami künftig die Doppelspitze der Pflegedienstleitung.

Im Zuge der Fusionsvorbereitungen hatten Bacher und Marx eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. In einer aufgezeichneten Videobotschaft würdigte Marx insbesondere Bachers Offenheit und seine konstruktive, lösungsorientierte Haltung. „Ich übernehme wirklich ein hervorragend aufgestelltes Haus, was die Pflege betrifft“, betonte Marx und dankte seinem bisherigen Kollegen für die gute Zusammenarbeit.

„Jetzt bass auf!“ – ein Pflegedirektor mit unverwechselbarer Art

Für viele Lacher sorgte Pflegedienstleiter Michael Zehentner, der an Bachers typische Sprüche erinnerte – allen voran sein legendäres „Jetzt bass auf!“. Doch neben aller Heiterkeit fand Zehentner auch sehr persönliche Worte. Er würdigte insbesondere das Vertrauen, die Offenheit und die direkte Kommunikation seines bisherigen Vorgesetzten. „Und genau deshalb werden Sie uns fehlen. Nicht nur als Pflegedirektor. Sondern als Mensch.“

Bacher selbst blickte dankbar auf seine Zeit in Landshut zurück: „Zehn Jahre sind vergangen, wir hatten eine schöne Zeit.“ Sein besonderer Dank galt den Mitarbeitenden: „Man braucht super Leute, und die haben wir.“

Auch im Ruhestand dürfte es Jürgen Bacher nicht langweilig werden: Wandern, Skifahren, Skitouren, Kajakfahren und Yoga zählen zu seinen zahlreichen sportlichen Leidenschaften.